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Marokko

Einwohnerzahl (Weltrang): 30 113 000 (37)
Fläche (Weltrangplatz): 458 730 km² (54)
Hauptstadt: Rabat
Autokennzeichen: MA

Marokko - Maroc - Marruecos

Detail-Landkarte Flagge

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Reiseberichte / Texte zu Marokko

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Märchenland Marokko – Der Norden

Meine erste Reise die ich außerhalb von Europa machte - ich glaube es war 1970 - führte mich in den Maghreb, den Norden Afrikas. Es war für mich ein Erlebnis das mein Leben verändert hat. Unvorbereitet wurde ich mit einer völlig anderen Zivilisation konfrontiert die Vieles in Frage stellte was mir meine konservative mitteleuropäische Erziehung als Werte vorgegeben hatte. Es war wohl der entscheidende Wendepunkt in meinem Leben wo ich anfing über den Tellerrand der nationalen Konventionen hinaus zu blicken.

Ich war so begeistert – ich weiß nicht war es der Charme der Menschen, das warme Licht, die berauschenden Gerüche, die zum Teil spröde aber immer wieder überwältigende Landschaft, die unglaubliche Schönheit der märchenhaften Paläste und Moscheen - dass ich eine Möglichkeit suchte und fand dort zu arbeiten und zu leben. Ich blieb ganze sechs Jahre. Und seither zieht es mich immer wieder mal zurück, obwohl ich in der Zwischenzeit Länder in Asien kennen gelernt habe, die ebenso das Gefühl tiefer Sehnsucht in mir erwecken, wenn ich nur den Namen höre.

Das faszinierendste Land in Nordafrika ist für mich das mit den größten Gegensätzen: Marokko . Hätte nicht Herkules, der griechische Halbgott, Sohn des Zeus – wie die Sage geht – mit einem mächtigen Keulenschlag Europa von Afrika getrennt und so die Meerenge von Gibraltar geschaffen, gehörte Marokko heute vermutlich zu Europa, wozu die Geologen es sowieso rechnen, zumindest das Gebiet nördlich des Atlas-Gebirges. Die spanischen und französischen Einflüsse sind wesentliche Elemente im Erscheinungsbild des Landes. Auf der anderen Seite wirkt Marokko auf den europäischen Besucher exotisch und geheimnisvoll, und in ländlichen Gegenden manchmal noch archaisch.

Es gab archäologische Funde im Land, die belegen dass schon die Neandertaler die Gegend besiedelt haben. Ansonsten ist die Vorgeschichte wenig erforscht. Kamen die ersten Siedler aus Palästina oder die Nomaden von Süden am Meer entlang ? Sowohl der mediterrane als auch der negroide Menschentyp ist verbreitet, sowie Mischlingsformen. Der Ursprung der gemeinhin als Urweinwohner bezeichneten Berber, die sich in drei große ethnische Familien aufteilen, befindet sich im mythischen Dunkel..

In die Geschichte eingetreten ist der Norden Marokkos im 6. Jahrhundert v. Chr. durch Aufzeichnungen der Phönizier, die zu dieser Zeit an der nordwestlichen Küste Afrikas Handel trieben bis hinunter nach Essaouira. Nach den Phöniziern kamen die Karthager, dann die Berber Ägyptens und Tunesiens, die Römer, die Vandalen, die Byzantiner und die Araber. Letztere übten den größten Einfluss aus, islamisierten sie doch das Land innerhalb kürzester Zeit und rekrutierten im Maghreb ihre Heerscharen um die iberische Halbinsel zu erobern. Unter der Herrschaft der Dynastien der Almoraviden, Almohaden und Meriniden genoß Marokko vier Jahrhunderte lang die wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit der grandiosen maurisch-arabisch-andalusischen Zivilisation. Ab dem 15. Jahrhundert wurde das Land, mit seiner Hafenstadt Tanger, dem Tor zu Europa, zum Spielball europäischer Interessen. 1955 mussten die Franzosen nach blutigen Unruhen den ins Exil geschickten Sultan Mohammed V,  einen Nachfahren des Propheten aus der Dynastie der Alaouiten, wieder einsetzen und im folgenden Jahr wurde Marokko unabhängig. Ihm folgte sein Sohn Hassan II auf den Thron und nach dessen Ableben der jetzige König Mohammed VI, der wie sein Vater bestrebt ist, das Land politisch und wirtschaftlich weiter zu öffnen.

Kürzlich hatte ich die nach längerer Zeit Gelegenheit, das Land wieder einmal zu besuchen, diesmal auf einer Städtereise von Casablanca nach Fes: Die Gegensätze sind größer denn je.

Nur ein paar Stichworte konnte ich geben von einem märchenhaften Land, ein paar Namen, Zahlen. Noch Nichts habe ich erzählt von den Gebirgen, von den Küsten, vom ganz anderen Süden , von Wüsten, Lehmburgen und fruchtbaren Oasen. Bücher könnte man allein schon schreiben über das köstliche Essen, über das Nationalgericht Tajin z.B., einer Art von Ragout mit verschiedenen Fleisch- und Gemüsesorten, für das es unzählige Rezepte gibt und das jedes Mal anders schmeckt aber immer lecker, sowie über die verführerischen süßen Gebäcke.

Für Marokko braucht man Vorbereitung und Zeit. Und man muss seine Sinne ganz weit öffnen um sich hinzugeben der Architektur einer großartigen Vergangenheit, der Musik, dem Licht, den Farben, der Natur, den Stimmungen.

Hat man wenig Zeit, sollte man sich beschränken auf ein Thema oder eine Region. Eine viertägige Reise durch die Königstädte, wovon täglich vielleicht noch drei Stunden beim Teppichhändler verbracht werden, ist ziemlich sinnlos. Für Fes allein sollte man sich mindestens drei Tage gönnen.

Marokko ist das ganze Jahr geöffnet. Für die Wintermonate bietet sich der Süden an, für den Norden sind der März bis Mai die beste Reisezeit, wenn die Bäume blühen , und es noch nicht so heiß ist, aber auch Juni bis Oktober sind schön. Französische oder Englische Sprachkenntnisse sind nützlich, aber nicht notwendig. Ideal ist Marokko mit dem Auto zu bereisen: Mietwagen sind allerdings teuer. Man kann sich von Sète in Frankreich einschiffen oder von Algeciras oderTarifa in Spanien mit der Fähre übersetzen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers, © by Heiko Trurnit 2003

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Letzte Bearbeitung: 29.10.2007

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